ACHTUNG!
NIGERIA CONNECTION WIEDER VERSTÄRKT AKTIV

Bitte lesen Sie diese Meldung, sie kann Ihren finanziellen Ruin vermeiden!

In ganz Europa treffen täglich wieder verstärkt E-Mails der so genannten "Nigeria Connection" ein. Dies ist eigentlich keine strukturierte Organisation, sondern es handelt sich dabei um viele kleinere Gruppen von afrikanischen Betrügern, deren Mitglieder zum Teil in Europa leben, zum Teil in Nigeria. Diese Banden haben sich auf bestimmte Betrugsmanöver, Dokumentenfälschung und Kreditkartenbetrug spezialisiert. Wir konzentrieren uns hier auf die bereits weltweit bekannten Betrugsmanöver. Diese Betrügereien haben bereits hunderte von ahnungslosen (zugegebenermaßen sicher auch naiven) Menschen in persönliche finanzielle Probleme gebracht. Wir möchten Sie vor diesen Betrugsmustern warnen!

Das Grundmuster ist wie folgt:

Opfer sind zumeist Gewerbetreibende oder Privatleute, die in irgendeiner Form im Internet vertreten sind. Auf diese Weise werden die Betrüger auf das Opfer aufmerksam und erhalten seinen Namen, die Anschrift und natürlich die E-Mail-Adresse.

Die Opfer bekommen aus heiterem Himmel eine E-Mail oder einen Brief. Darin steht, dass eine ehemals wichtige Staatsperson eines afrikanischen Landes (heute meist nicht mehr Nigeria, sondern Kongo, Sierra Leone, Liberia, Mosambique oder Südafrika) auf Grund ihrer Position ein große Summe Geldes "beiseite geschafft habe". Es handelt sich stets um zweistellige Millionensummen in US-Dollar. Nun sei es angeblich auf Grund politischer Umstände nötig, das Geld irgendwie nach Europa zu schaffen. Angeblich seien die Besitzer des Geldes nicht in der Lage, ohne fremde Hilfe in Europa Konten zu eröffnen (dabei werden verschiedene Argumente vorgeschoben). Daher suche man dringend eine "Vertrauensperson" mit Bankkonto in Europa. Auf deren Konto solle dann das Geld transferiert werden. Der freundliche Helfer aus Europa solle dann mit bis zu 10% Anteil an der "geretteten Geldsumme" entlohnt werden.

Manchmal finden die Betrüger auch durch die Todesanzeigen in Tageszeitungen wohlhabende Witwen, denen dann vorgespiegelt wird, der verstorbene Gatte habe angeblich in Afrika investiert und solle nun dort seine Gewinne abholen. Die überraschte Witwe hat von den heimlichen Millionen natürlich nichts gewusst.

Häufig werden Opfer beider Methoden "eingeladen" nach Afrika zu kommen, um dort "Dokumente zu unterzeichnen". Die Treffen finden teilweise sogar in "öffentlichen Gebäuden" statt. Es sind in der Tat viele Beamte aller möglichen afrikanischen Behörden an den Betrügereien beteiligt.

In neuen Varianten kommen diese Mails auch aus vielen anderen Ländern außerhalb Zentral- und Südafrikas, so z.B. aus Ägypten, Pakistan, Dubai und sogar aus der Schweiz! (entsprechende Beispiele weiter unten)

So oder so: Früher oder später kommt immer der Punkt, und zwar IMMER, an dem das Opfer aufgefordert wird, irgendwelche Arten von Gebühren, Steuern oder Schmiergeldern zu zahlen, "damit die Geldüberweisung freigegeben wird". Angeblich gibt es dann behördliche Stellen, die "die Überweisung genehmigen müssen". Dabei werden oft auch "offizielle Dokumente" vorgelegt.

NIEMALS gibt es wirklich solches Geld!
Und NIEMALS wird eines der Opfer auch nur einen einzigen Dollar erhalten
!
NICHTS AN DER GESCHICHTE IST WAHR!

Vielmehr ist es so, dass immer neue Gebühren fällig werden. Oft beginnt das böse Spiel mit kleinen Summen und wird dann mit immer höheren Summen fortgeführt, bis das Opfer von sich aus aufgibt.  

Wenn Sie einen solchen Brief oder eine solche E-Mail erhalten, so ignorieren Sie bitte deren Inhalt! Gleich, wie schmackhaft er Ihnen gemacht wird, oder wie verlockend die Angebote auch klingen mögen:

Es handelt sich IMMER um ein reines Betrugsmanöver!

Glauben Sie es oder nicht, es sind schon erfahrene Geschäftsleute, Ärzte, Rechtsanwälte usw. auf solch ein verlockendes Angebot zu schnellem Reichtum hereingefallen. Die Mails haben alle Folgendes gemeinsam:

Hier nun einige aktuelle Muster von solchen Betrugs-Mails:

Afrikanische Betrugs-Mail Nr. 1 Afrik. Betrugs-Mail Nr. 9 (Briefwechsel)
Afrikanische Betrugs-Mail Nr. 2 Ägyptische Betrugs-Mail
Afrikanische Betrugs-Mail Nr. 3 Pakistanische Betrugs-Mail
Afrikanische Betrugs-Mail Nr. 4 Betrugs-Mail aus Dubai
Afrikanische Betrugs-Mail Nr. 5 Schweizerische Betrugs-Mail
Afrikanische Betrugs-Mail Nr. 6 Pastoren-Betrugs-Mail
Afrikanische Betrugs-Mail Nr. 7 Russische Betrugs-Mail
Afrikanische Betrugs-Mail Nr. 8 Reisebüro-Betrugs-Mail

Anmerkung: Die Mails enthalten fast immer viele Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Layoutfehler. Um die Authentizität zu wahren, habe ich in den Beispielen diese Fehler nicht korrigiert, sondern die Mails originalgetreu belassen.


Wie können Sie sich schützen?

Die Polizei kennt europaweit diese Betrugsmasche, doch keine Polizei und keine Staatsanwaltschaft kann den Opfern helfen! Wenn Sie erst einmal Geld bezahlt haben, so wird das Geld verschwunden bleiben und niemand wird Ihnen beistehen. Nur Sie selbst können sich helfen, indem Sie

www.frithjof.de/nigeria.htm

(Diese Seite ist frei von Werbung, Popup-Windows und Ähnlichem!)

Öfter mal was Neues!

Betrugsmasche 1 ⇒ Ebay-Kauf
Wenn die Menschen durch die viele Aufklärung nicht mehr so schnell auf die Betrugsmails hereinfallen, dann fängt man eben an, über E-Bay den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber lesen Sie selbst, um was es sich genau handelt, in einer Mail, die ich erhielt:
Mail ansehen!

Betrugsmasche 2 ⇒ Einsames Herz
Eine Dame schrieb mir, dass sie durch die Internetseite match.com (eine bekannte Seite zur Partnersuche) in Kontakt mit einem Betrüger kam, der sehr geschickt die Gefühle einer alleinerziehenden einsamen Frau ausnutzte. Die Masche war folgende: Der Betrüger gab sich als Südstaatenamerikaner und Antiquitäten- bzw. Großhändler für afrikanische Kunst aus. Er sei im nigerianischen Zoll hängengeblieben, denn er habe für den Kauf eines Postens Antiquitäten seine Mittel aufgebraucht und auch schon für eine Ausfuhrgenehmigung bezahlt. Doch nun halte man ihn dort fest und verlange noch zusätzliche Zahlungen. Er habe keine Verwandten und keine Freunde, da er nach seiner Scheidung nur noch für seine Arbeit gelebt habe. Die Dame, die mir schrieb, schilderte weiter, dass sie ihm spontan ihre Hilfe angeboten und ihm 3.151 Euro per Auslandsanweisung über Western Union nach Nigeria, 23401 Ikeja, 45 Yakoyo Road geschickt habe. Sie sollte dann einen Scheck eines der Klienten des Betrügers bekommen... Ich gehe davon aus, dass das Geld, das die Schreiberin eigentlich für ihren Sohn zurückgelegt hatte, wohl unwiderruflich verloren ist. Zwar hatte sie nach langer Zeit Kontakt zu dem Betrüger im Chat, aber alle Liebesschwüre seitens des Mannes brachten ihr das Geld nicht zurück.

Anmerkung : Vorauszahlungen über Western Union sind auch sehr beliebt bei Autokäufen im Internet. Die gängigen Autobörsen warnen zwar ständig vor solchen Zahlungen, aber die Aussicht auf ein "Schnäppchen" ist wohl häufig einfach zu verlockend, sodass der potentielle Autokäufer seine Vernunft abschaltet. Der große Vorteil von Geldzahlungen über Western Union liegt für die Betrüger darin, dass man das Geld weltweit an jedem beliebigen Western-Union-Schalter abholen kann und somit keinerlei Spuren hinterlässt. Western Union ist sicher eine sehr gute Einrichtung, aber sie sollten ihren Geschäftspartner persönlich kennen, wenn sie Geld auf diese Weise versenden.

Zusatzinformation: Das Durchschnittseinkommen liegt in Nigeria bei etwa 100 Dollar pro Monat, wobei 70% der Bevölkerung nur etwa 50 Dollar monatlich verdienen. Da kann man sich leicht vorstellen, welch enormes Vermögen die ergaunerten 4.000 Dollar (3.151 Euro) für den Betrüger bedeuten. Das ist mehr, als ein ehrlicher Nigerianer im Durchschnitt in 3 Jahren verdient!

Betrugsmasche 3 ⇒ Hübsche Russin
Umgekehrt geht es natürlich auch! Dann wird die "Nigeria Connection" mal schnell zur "Moscow Connection" und der wohlsituierte Kunsthändler zur wohlerzogenen Bibliothekarin. Wovon ich hier spreche? Nun, es ist kein Geheimnis, dass deutsche Männer auf der Suche nach einer Partnerin auch gerne mal einen Blick über den ehemaligen "Eisernen Vorhang" werfen. Interessant wird es aber, wenn sich Damen aus Russland per Rundmail unaufgefordert melden und eigentlich gar nicht auf der Partnersuche sind, sondern "nur" einen kleinen Gefallen erbitten, da sie sich in einer Notlage befinden. Da geht einem doch das Herz auf, nciht wahr? Vor allem, wenn die Dame auch noch entsprechend jung und selbstverständlich alleinstehend oder alleinerziehend ist. Elena, wie sie sich in diesem Fall nennt, ist gebildet, spricht leidlich Englisch (wieso eigentlich nicht deutsch?) und lebt mit der armen alten Frau Mama zusammen. Nun ist der Winter nahe, die Kartoffeln sind so teuer und es ist kein Ofen da, den man aber für knapp 200 harte Euros erwerben könnte. Der vernünftig und nüchtern denkende Betrachter fragt sich nun natürlich, mit was denn sonst – z.B. im letzten Winter – geheizt wurde... Ich habe auf die entsprechende Mail gar nicht erst geantwortet, aber es ist klar, wohin die Reise gehen soll: Erst einmal 200 Euro schicken, denn der Ofen ist zu schwer zum Transport und hier in Deutschland ja auch viel teurer. Dann ein Problem beim Geldabheben, das man mit ein paar hundert Extra-Euros schnell beilegen kann, schließlich ein kleiner Flirt und dann braucht man ja Reisegeld, um den Angebeteten in Deutschland zu besuchen... ach ja, die arme alte Mutter muss ja auch noch versorgt werden und so weiter. Der Gutgläubige ist so schnell einige Tausender los, doch die liebreizende Elena wird er wohl nie zu Gesicht bekommen, denn die hat sicher einen Dreitagebart, sitzt in einem Büro in Amsterdam, Sankt Petersburg oder eben in Abuja (Nigeria) und ist fleißig beim Geldzählen...


Haben Sie vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Ihr Frithjof Meißner


Noch eine kleine Bitte in eigener Sache: Ich würde mich freuen, wenn Sie von Telefonanrufen bei mir absehen würden, denn in letzter Zeit erhalte ich immer häufiger Anrufe von besorgten Mitbürgern, die mir mitteilen wollen, dass es nun eine neue Betrugsmasche gäbe, dass die Täter jetzt aus XY schreiben etc.    ...glauben Sie mir: Es gibt nichts wirklich Neues! Woher die Mail auch kommen mag, welchen Tenor sie dieses Mal auch haben mag, die Masche ist – wie oben beschrieben – immer dieselbe! Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis.

 

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